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Kongo (Demokratischen Republik)

MSF Democratic Republic of Congo
Ein MSF-Motorradfahrer in der Provinz Süd-Kivu fährt auf einer schlammigen Landstraße, um das Krankenhaus in Numbi zu versorgen. Demokratische Republik Kongo. April 2018. © Marta Soszynska/MSF

    2018 brach im Osten der Demokratischen Republik Kongo die bislang schwerste Ebola-Epidemie aus. Die prekäre Sicherheitslage in der Region erschwert die Bekämpfung der Epidemie und macht es schwerer, die betroffene Bevölkerung zu erreichen. Seit Beginn des Ausbruchs am 1. August unterstützen unsere Teams das Gesundheitsministerium und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Bekämpfung der Epidemie.

     

    • Ärzte ohne Grenzen weitete erneut die Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo aus: Wir betreuten 54 Projekte in 17 der 26 Provinzen. Das Angebot umfasste Basismedizin, Ernährungshilfe, Kinderheilkunde, die Behandlung von Überlebenden sexueller Gewalt und umfangreiche medizinische Hilfe für Menschen, die mit HIV/Aids leben. Zudem reagierten wir auf neun Masern-Ausbrüche und zwei aufeinanderfolgende Ebola-Epidemien. Die Teams hielten mehr als 1.826.300 ambulante Sprechstunden ab, nahmen rund 102.600 Personen stationär auf, halfen bei etwa 34.300 Geburten und behandelten 9.100 HIV- sowie 6.910 Cholera-Patientinnen und Patienten. Zudem nahmen sie 7.760 größere chirurgische Eingriffe vor.
       
    • In der Kasaï-Region wurden seit 2016 rund 1,4 Millionen Menschen vertrieben. Unsere Teams unterstützten Krankenhäuser in Kakenge, Kananga, Tshikapa und Tshikula sowie 35 Kliniken in der Umgebung.
       
    • In der Stadt Bunia und im Gebiet von Djugu, Provinz Ituri, hielten wir mehr als 80.000 medizinische Konsultationen ab und reagierten auf Masern- und Cholera-Epidemien.
       
    • Im Rahmen unserer Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo unterstützten die Teams Vertriebene in Kalemie, Provinz Tanganyika, sowie in Yumbi, Provinz Mai-Ndombe.
       
    • Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik wurden in Krankenhäusern, Kliniken und mit mobilen Kliniken in Gbadolite, Mobayi-Mbongo und Bili, Provinz Nord-Ubangi, unterstützt. Im Westen des Landes, in Karagba und Ulendere, behandelten die Teams mehr als 48.000 Flüchtlinge aus dem Südsudan.
       
    • In der Provinz Nord-Kivu liefen umfangreiche medizinische Programme in Lubero, Masisi, Mweso, Rutshuru und Walikale. In der Provinz Süd-Kivu boten wir Flüchtlingen, Vertriebenen und der lokalen Bevölkerung medizinische Hilfe gegen Malaria, HIV, Tuberkulose, Mangelernährung, akute Atemwegsinfektionen und Durchfallerkrankungen an.
       
    • In Kananga, Provinz Kasaï-Zentral, behandelten die Teams im Rahmen der Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo monatlich bis zu 250 Überlebende sexueller Gewalt. In Salamabila, Provinz Maniema, sowie nahe Mambasa, Provinz Ituri, und in Walikale, Provinz Nord-Kivu, behandelten sie ebenso Überlebende sexueller Gewalt. Insgesamt waren es rund 6.950 Personen.
       
    • Ärzte ohne Grenzen reagierte auf neun Masern-Ausbrüche in sechs Provinzen und auf mehrere Cholera-Ausbrüche in großen Städten wie Kinshasa oder Lubumbashi.
       
    • In Kinshasa betreuten die Teams ein großes HIV/Aids-Programm für mehr als 2.000 Patienten. In Goma unterstützten die Teams fünf Kliniken mit technischer und finanzieller Hilfe, um die HIV-Versorgung zu verbessern.
       
    • Am 11. Juli 2013 wurden vier Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in Kamango entführt. Eine Person konnte 2014 fliehen. Ärzte ohne Grenzen setzte sich im Rahmen der Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo weiterhin für ihre Befreiung ein.

    Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1981 Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo an.

    15. Juni 2019


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